Energielosigkeit – dies sind die häufigsten Ursachen

Energielosigkeit kann behoben werden

Es gibt Zeiten, da geht scheinbar gar nichts mehr. Wir schaffen es gerade noch bis ins Bett, wollen am liebsten wie ein Igel zusammenrollen und nur noch schlafen. Am nächsten Morgen sind wir immer noch groggy und der Kaffee macht uns auch nicht wach. Erklärungen und Gründe für diese Energielosigkeit gibt es natürlich viele, aber was hilft’s? Gehen wir also den möglichen Gründen für den Mangel an Kraft, um Abhilfe zu schaffen.  

Essgewohnheiten, die Energieräuber sind

Sie sind doch immer eine Sünde wert, die Leckereien, die wir uns nach einem harten Arbeitstag gönnen. Mal eine Pizza, eine Schokolade oder das ein Tütchen Chips schaden doch nicht. Ich werde Ihnen eine Predigt über die Nachteile von Zucker und Weißmehl ersparen. Und nein, es gibt auch keine Rezeptideen für gesunde Dinkelkekse. Ich gönne Ihnen von Herzen den Genuss dieser wunderbaren Versuchungen. Wir müssen uns nur klarmachen, was genau wir da essen. Wenn wir uns energielos, schlapp und müde fühlen, liegt es vielleicht an unserer Ernährung. Denn wenn wir unseren Körper mit minderwertigem Junkfood  füttern und erwarten, dass wir voller positiver Energie durch das Leben gehen, wird die Rechnung nicht aufgehen.  

Genussmittel sind nicht wirklich Lebensmittel

Der Unterschied erklärt nicht quasi von allein. Lebensmittel wie frisches Obst und Gemüse brauchen wir zum Leben. Gummibärchen oder süße Riegel sind Genussmittel, sie sind ausschließlich als Knabberei, als Nachtisch oder auch mal als Seelentröster geeignet. Was so viel Zucker oder geringwertiges Fett enthält, ist natürlich kein Ersatz für eine richtige Mahlzeit. Süßes macht uns auf lange Sicht müde.  Andere kohlehydrathaltige Snacks wie belegte Brötchen mit Wurst oder Käse sind als schnelle Mahlzeit schon mal ok. Diese Sattmacher liefern uns aber nur wenige Nährstoffe, die er wirklich braucht. Darum braucht unser Körper einen gesunden Ausgleich, um die kleinen Ernährungssünden zu verkraften.  Energielosigkeit ist als in vielen Fällen ein Hunger unseres Körpers nach Lebensmitteln mit Inhaltsstoffen, die er wirklich braucht.

Gesund essen ist nicht schwer und liefert neue Energie

Es braucht weder viel Zeit, um ein schnelles und gesundes Essen hinzubekommen. Eine Pellkartoffel mit Quark, Olivenöl und ein paar frische Kräuter dazu und eine gesundes, leckeres Abendessen ist fertig. Aus den restlichen Kartoffeln wird am nächsten Tag ein bunter Kartoffelsalat fürs Büro. Gesund essen ohne zu verzichten ist das Motto –die italienische Küche zeigt uns, dass es geht. Eine Handvoll Gemüse, ein paar Gewürze und Kräuter, vielleicht mal wenig Fleisch und fertig. Kaufen Sie Lebensmittel, die möglichst  unverarbeitet sind. Eine Salatsauce ist schnell  angerührt und braucht auch keine Emulgatoren und Stabilisatoren. Und letztlich ist an dem Sprichwort  „Du bist was du isst“, doch etwas dran. Ihr Körper wird aus einer Fertigsuppe, die aus Nudeln, minderwertigem Fett, Geschmacksverstärker und Zucker besteht, keine Energie schöpfen können.  Wenn Sie die PS Ihres Körpers wirklich nutzen wollen, sollten Sie die richtigen Lebensmittel „tanken“.

Glutenunverträglichkeit

Wenn Sie nun immer noch an Energielosigkeit leiden, macht uns möglicherweise der so  liegt vielleicht eine Glutenunverträglichkeit vor. Lassen Sie einfach für einige Wochen alle Lebensmittel weg, die Gluten enthalten. In dieser Zeit verzichten Sie auf Lebensmittel, die aus Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Kamut, Hafer, Einkorn oder Emmer bestehen. Wenn sich Ihre Symptome bessern, können Sie es zunächst mit einer  Getreidesorte versuchen, die meist besser vertragen wird als Weizen. Wenn Ihr Körper also Roggen, Gerste und Co gut verträgt, und die Müdigkeit schwindet, kann man davon ausgehen, dass weizenhaltige Produkte die Ursache sind. 

Flüssigkeitsmangel

Ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr wird es Ihr Körper schwer haben, seine komplexen chemischen Prozesse umzusetzen. Und darum kann Dehydrierung tatsächlich ein Grund für Energielosigkeit sein. Wie viel Wasser wir brauchen, hängt auch von den Lebensmitteln ab, die wir zu uns genommen haben. Wenn wir Alkohol konsumiert haben braucht der Körper mehr davon, um seine Reserven wieder aufzutanken. Gesüßte Getränke sind natürlich keine Alternative für reines Wasser, da der enthaltene Zucker das Getränk zu einem Genussmittel macht, das wir uns ab und zu gönnen dürfen. Füllen Sie also vor allem morgens ihren Flüssigkeitspegel auf.

Vitaminmangel

Sich optimal zu ernähren, ist für uns vielbeschäftigte Menschen nicht ganz einfach. Wir machen ja gern mal einen Kompromiss mit unserem guten Vorsatz der guten Ernährung und das ist auch nicht weiter schlimm. Dieser Genuss hat allerdings auch eine Schattenseite: Er entzieht unserem Körper Vitamine und auch so kann Vitaminmangel ein Grund für Ihre Energielosigkeit sein. Sogar wenn Sie sich optimal ernähren, können diese wichtigen Wirkstoffen fehlen.  Dazu kommen besondere Belastungen wie Stress, die unseren Vitaminbedarf noch weiter erhöhen. Bitte beachten Sie, dass diese Empfehlungen auf eigenen, persönlichen Erfahrungen beruhen und keinen medizinischen Ratschlag darstellen.

Diese Vitamine können helfen, Energielosigkeit zu beheben

Vitamin B1 ist ein aktiv an der Leitung von Nervenimpulsen beteiligt, ist also essentiell für die Verbindung zwischen Gehirn und Muskeln. Vitamin B1 ist außerdem wichtig für eine normale psychische Funktion. B1 Mangel kann sich durch Müdigkeit und schlechten Schlaf bemerkbar machen, denn dieses Vitamin ist lebenswichtig für die Energieproduktion. Meine Empfehlung ist zunächst 200mg täglich, um Mangelerscheinungen zu beheben und anschließend in einem größeren Abstand.

Kraftlosigkeit am ganzen Körper? Versuchen Sie es mit Vitamin D 3

Das sogenannte Sonnenvitamin kann vom Körper nur zu einem kleinen Teil selbst hergestellt werden und muss darum mit der Nahrung aufgenommen werden. Vitamin D ist nicht, wie man früher glaubte, nur für die Knochengesundheit verantwortlich. Der Mangel wird mit einer ganzen Reihe von Krankheiten in Zusammenhang gebracht, unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, und sogar Depressionen. Wenn Sie sich gerade kraftlos oder schlecht fühlen, ist dies Grund genug, es einmal mit Vitamin D Tropfen zu versuchen. Ihren genauen Bedarf werden Sie am besten durch Tests herausfinden. Gesundheitlich bedenklich wird Vitamin D erst bei längerer, hoher Überdosierung.

 Magnesium

Ein Magnesiummangel kann bewirken, dass Sie sich vom Alltag überfordert fühlen, weil Ihnen die Energie dazu fehlt. Magnesium entkrampft die Muskulatur und fördert einen erholsamen Schlaf. Dieses Mineral sorgt außerdem dafür, dass das Vitamin D in unserem Körper auch wirksam wird. Ihren Tagesbedarf können Sie mit Lebensmitteln  wie Vollkornbrot, Cashewnüssen oder Kakao decken.

Kalzium

Dieses Mineral wird zwar nicht mit Energielosigkeit in Verbindung gebracht, ist hier dennoch erwähnenswert. Denn gerade zu viel des Guten, etwa durch Kalziumpräparate kann zu Magnesiummangel führen. Wenn Sie also Ihren Mineralhaushalt ergänzen möchten, dann sollten Sie darauf achten, dass Sie Kalzium und Magnesium im Verhältnis 2:1 zu sich nehmen. Ob Milch für eine ausreichende Kalziumversorgung garantiert, ist zweifelhaft. Es gibt sogar Hinweise, dass Molkereiprodukte dem Körper Kalzium entziehen. Es ist auch überhaupt nicht nötig, Milchprodukte zu konsumieren. Sie können Ihren Kalziumbedarf ebenso gut über pflanzliche Lebensmittel wie Kräuter oder Mandeln zu sich nehmen.

Zusätzlich macht es Sinn, ein gutes Kalzium-Magnesiumpräparat im Haus zu haben, um bei Bedarf zu ergänzen.  

Übersäuerung

Dass unser Körper nur bei einer optimalen Körpertemperatur richtig funktioniert, ist bekannt. Aber wussten Sie schon, wie wichtig der richtige ph Wert für unseren Körper ist? Der PH Wert zeigt an, ob wir es mit einem überwiegend sauren oder basischen Milieu zu tun haben. Durch unausgewogene Ernährung, aber auch Stress oder Medikamente entsteht in unserem Körper ein Säureüberschuss und dies kann zu Energielosigkeit und Müdigkeit führen. Ob dies die Ursache für Ihre Energielosigkeit ist, können Sie durch einen Urintest herausfinden.

Wenn Sie tatsächlich übersäuert sind, lässt sich dies meist durch eine Veränderung der Ess- und Lebensgewohnheiten beheben.

    Tierische Produkte wie Fleisch und Fleischwaren, Fisch, Eier und Milchprodukte sind stark säurebildend. Aber auch Getreide, Rauchen, Kaffee und gesüßte Produkte sind ungünstig. Natürlich müssen wir auf diese Genüsse nicht völlig verzichten, wir sollten nur für einen entsprechenden Ausgleich sorgen. Unser Körper regeneriert sich schnell, wenn das richtige Säuren-Basen-Verhältnis erreicht ist. Vor allem unsere Verdauung normalisiert sich und das macht sich schnell durch ein höheres Energielevel bemerkbar. Zu den basenbildenden Lebensmitteln gehören rohes Obst und Gemüse, Kartoffeln und Kräutertees.  Für eine schnelle Abhilfe bei starker Übersäuerung können Sie zusätzlich Kaisernatron (erhältlich in der Apotheke) zu sich nehmen. Trinken Sie dafür 1 Teelöffel Kaisernatron in einem Glas Wasser aufgelöst, ab besten 2 Stunden vor der nächsten Mahlzeit.

Bewegung und der Abbau von Stress fördern ebenfalls den Abbau von überschüssigen Säuren.

Schlafmangel als Grund für Energielosigkeit

Niemand von uns wird ohne erholsamen Schlaf auskommen. Wie viel nächtliche Erholung wir brauchen, um morgens erholt und frisch aus dem Bett zu kommen, hängt von  vielen Faktoren wie Lebensstil, Ernährung und Alter ab. Wenn es Ihnen nicht möglich ist, ausreichend zu schlafen, wird sich dies natürlich auf Ihr Energielevel auswirken. Die Ursachen sind natürlich sehr vielfältig, darum erwähne ich hier nur einige mögliche Ansatzmöglichkeiten.

  • Wie oben erwähnt, ist Vitamin B1 wichtig für einen erholsamen Schlaf und somit mehr als ein Grund, zu einem Vitaminpräparat zu raten.
  • Ihr Schlafzimmer ist ein Ort der Ruhe und Erholung. Wenn Sie Ihr Bett zum Arbeitsplatz machen, werden Sie möglicherweise nicht so gut abschalten können, wenn Sie schlafen gehen. Eine örtliche Trennung zwischen diesen Lebensbereichen kann dabei helfen, vom Arbeits- in den „Schlafmodus“ zu kommen.
  • Schalten Sie nachts alle elektronischen Geräte ab. Das angeschaltete Handy mit ins Bett zu nehmen, macht keinen Sinn, wenn wir eine erholsame Nacht haben wollen. Denn die elektronische Strahlung des Mobiltelefons stört unsere körpereigene Elektronik ohnehin schon mehr als genug. Unser Nervensystem dankt es uns, wenn wir ihm wenigstens nachts eine Pause vom Elektrosmog gönnen.

Krankheiten als Grund für chronische Müdigkeit

Wenn Sie sich trotz optimierter Lebensführung immer noch müde fühlen, rate ich Ihnen einen Arzt aufzusuchen. Denn chronische Müdigkeit kann auch ein Symptom für eine Erkrankung oder eine Infektion sein, die behandelt werden sollte.

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